Worum es geht

Menschen und Gesellschaften können traumatische Erfahrungen bewältigen und neue Ressourcen mobilisieren!

Negative Folgen traumatischer Erfahrungen 

Eine Vielzahl der Menschen aus Konfliktkontexten, aber auch Migrantinnen und Migranten haben traumatische Erfahrungen durchlebt. Auswirkungen, welche unmittelbar nach Gewalt auftreten. Dies hat langfristige soziale und wirtschaftliche Auswirkungen.

© Silvia Moser

© Silvia Moser

Traumatische Erfahrungen unterwandern Vertrauen, Innovations- und Gestaltungskraft. Betroffene, ihre Familie und ihre Arbeit leiden unter den Folgen. Es resultieren persönliche Rückschläge, aber auch Rückschläge auf gesellschaftlicher Ebene.

Unbewältigte Trauma gefährden die soziale Integration und Stabilität. Sie behindern Versöhnung- und Befriedungsprozesse und beeinträchtigen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt und im Bereich der Innovation.

Es wird davon ausgegangen, dass 20-30% der Menschen in Nachkriegskontexten, und 50-70% der Menschen im Bereich forcierter Migration ihre traumatischen Erfahrungen nicht selbst bewältigen können.

Dies wirkt sich auch negativ auf die Sicherheit und Entwicklung aus. Es fehlt das Vertrauen in den Aufbau funktionierender sozialer Netzwerke, die Funktionalität lokaler Regierungsstrukturen ist geschwächt und das Wirtschaftswachstum wird erheblich beeinträchtigt.

Posttraumatisches Wachstum ermöglichen. Der Weg ist das Ziel.

Menschen, welchen Gewalt angetan wurde oder welche Gewalt ausgeübt haben, haben Unrecht erfahren. Dieses Unrecht prägt ihr Leben und verändert es für immer.  Unrecht muss angeprangert und überwunden werden, entsprechend braucht es im  Rahmen der Traumaarbeit auch einen Prozess, welcher darauf abzielt, Gerechtigkeit wieder herzustellen – ohne neue Gewalt (restorative justice).

Dennoch ist auch posttraumatisches Wachstum möglich. Das bedeutet allerdings nicht, dass PTSD (posttraumatische Belastungsstörung) und emotionale Narben verschwinden, es bedeutet, dass es Veränderungen im Leben gibt, dank denen persönliches Wachstum stattfindet. Menschen und Gesellschaften können lernen, ihre traumatischen Erfahrungen zu integrieren, bestenfalls zu bewältigen und neue Ressourcen mobilisieren. Damit sind sie befähigt, neue Lösungen zu finden für ihr eigenes Leben und auch den Wiederaufbau ihrer Situation, ihrer Gesellschaft und ihrer Länder zu unterstützen.

© Junior Nzita, RDC

Deshalb sind Entwicklung- und Integrationsprogramme, die neben der Verfolgung ihrer eigenen Zielsetzungen auch die Bewältigung traumatischer Erfahrungen miteinbeziehen, zielführender und leisten u.a. einen Beitrag zur Erreichung der “Sustainable Development Goals” (SDG 2030) der UN.

Mehr Menschen benötigen Zugang zu Methoden der Traumaheilung und zu kreativen Ansätzen, welche sie in ihrer persönlichen Entwicklung befähigen, auch sozial und wirtschaftlich. Menschen, die traumatische Erfahrungen erlebt haben, insbesondere Kinder und Jugendliche brauchen Begleitung auf diesem anspruchsvollen Weg.

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